ECHT
SEIN 

Würth-Gruppe © Adolf Würth GmbH & Co. KG
ECHT.

Was ist wirklich echt?

Das wirklich Echte hat eine Art von Magie. Es löst Emotionen aus, es schafft Nähe und Vertrauen. Ein echtes Kunstwerk, ein echtes Lächeln, eine echte Freundschaft: Das Echte zeichnet sich stets dadurch aus, dass es uns in besonderer Weise berührt. In einer Welt des Scheins wächst die Sehnsucht nach dem Echten, dem Unverfälschten und Authentischen. Wo es scheinbar nur noch Kopien gibt, wünschen wir uns wieder das Original herbei, wird das Wahre und Wirkliche wieder wichtig.

          

          

 

 

Das Echte beginnt mit einer Geschichte

Das Wort „echt“ hat verschiedene Bedeutungen. Zum einen meinen wir damit „nicht künstlich“, „original“ oder „unverfälscht“. Echt in diesem Sinne kann etwa eine Unterschrift oder eine antike Goldmünze sein. Unter einem echten Picasso verstehen wir ein Bild, das tatsächlich von Picasso gemalt wurde. Oft bedeutet „echt“ aber auch „wahr“ oder „wirklich“. Wir sprechen von echter Freundschaft oder manchmal auch von einem echten Problem.

Das Gegenteil des Echten ist das Unechte, das Imitat, der Fake. Jeder Fake zielt darauf ab, andere zu täuschen und in die Irre zu führen. Manche Fakes sind derart gut gemacht, dass sie sich kaum vom Original unterscheiden lassen. Und doch: Wenn sich etwas nur als Imitat herausstellt, reagieren wir zumeist enttäuscht, wir fühlen uns betrogen. Wir haben etwas anderes erwartet, nämlich das Echte, das Original.

Echten Dingen schreiben wir einen besonderen Wert zu. Mit einem echten Geldschein kann man legal bezahlen, mit einem unechten nicht, auch wenn er genauso aussieht. Zwei Uhren mögen einander gleichen bis ins kleinste Detail. Und dennoch gibt es einen entscheidenden Unterschied: Die eine ist eine kostbare Markenuhr, für die Liebhaber bereit sind, astronomische Summen zu bezahlen, die andere eben nur eine (womöglich) wertlose Kopie. Aber was genau macht den besonderen Wert des Echten aus? Und was ist es, was das Echte vom Unechten unterscheidet?

Für echt halten wir etwas gemeinhin dann, wenn seine Urheberschaft verbürgt, seine Herkunft gesichert ist. Eine echte Unterschrift stammt tatsächlich von der Person, deren Namen sie trägt. Ein echter Geldschein ist nur ein solcher, der von einer Zentralbank hergestellt wurde. Echtheit muss daher immer bezeugt sein, sei es durch ein Wasserzeichen, ein Zertifikat oder eine Person.

Es sind nicht die äußeren Merkmale, die das Echte vom Unechten trennen. Das Unechte kann so echt wirken, dass selbst Experten keinen Unterschied erkennen. Aber selbst wenn die Kopie dem Original bis ins letzte Atom gleicht, bleibt sie immer noch eine Kopie. Das Echte hingegen hat immer einen einzigartigen Urheber und seine eigene, besondere Geschichte – eine „Aura“, wie es der Philosoph und Kulturkritiker Walter Benjamin nannte. Auch Produkte haben eine Art Aura, sie bewahren gleichsam den Geist ihrer Erfinder, die kreative Idee, den besonderen Aufwand, der in ihrer Entwicklung steckt. Ein Fake-Produkt mag genauso gut oder sogar besser sein als das Original. Und doch ist es nur ein müder Abklatsch, ein bloßes Imitat.

Die Echtheit eines Unternehmens erkennt man daran, dass es eine gewachsene Geschichte hat. Bei einem echten Unternehmen spricht man mit echten Menschen, die über echtes Wissen und echte Erfahrung verfügen. Ein echtes Unternehmen bietet echte Lösungen, echten Mehrwert – und nicht bloß Schein. Digitale Technologien beschleunigen Prozesse, erhöhen den Komfort für den Kunden. Aber sie können echte, analoge Beziehungen nicht ersetzen. Wahre Kundennähe braucht echte Menschen, die echte Antworten auf die Bedürfnisse ihrer Kunden geben können.

Das Echte steht in einer engen Verbindung zur Wahrheit. Ein echter Freund ist ein wirklicher Freund – und nicht einer, der nur so tut, als wäre er es. Ein echter Freund, das ist einer, auf den wir bauen können. Auch ein echtes Produkt, ein echter Service, ein echter Kundenkontakt sind ehrlich. Sie sind eben tatsächlich das, was sie zu sein vorgeben – und nicht etwas anderes.

Nur echte Beziehungen schaffen echtes Vertrauen. Ein Computeralgorithmus arbeitet stur nach bestimmten Regeln. Man kann mit ihm in keinen echten Dialog treten. Er muss nicht dafür geradestehen, wenn etwas schiefläuft. Wirklich vertrauen kann man nur echten Menschen, mit denen man eine persönliche Beziehung pflegt, mit denen man gemeinsame Erfahrungen teilt.

Echtheit erfordert Ehrlichkeit. Ob bei einem Freund, einer Produkt- marke oder einem Unternehmen: Wir dürfen nicht getäuscht werden. Wir müssen wissen, woran wir sind. Doch Ehrlichkeit allein genügt nicht. Jemand kann ehrlich sein – und trotzdem langweilig. Vom Echten erwarten wir nicht nur das Unverfälschte. Wir erwarten auch das Besondere, das Einzigartige, die Originalität. Wenn das Echte austauschbar wäre, dann wäre es nicht wirklich echt.

Eine echte Freundschaft ist eine, die wir eben nicht so einfach ersetzen können. Sie hat eine besondere Qualität und Beständigkeit, auf die wir vertrauen. Wir wollen sie nicht gegen eine andere tauschen. Auch bei einem echten Produkt gehen wir davon aus, dass es bestimmten Kriterien und Maßstäben entspricht. Wir erwarten die Qualität und Zuverlässigkeit, die wir von dem Hersteller, von der Marke gewohnt sind. Das Echte muss nicht immer das Beste sein. Aber es muss passen, dann hat es die Qualität für meinen Zweck.

Das Echte oder Authentische dreht sich nicht wie ein Fähnchen im Wind. Es bleibt sich selbst treu. Zum Echten gehört daher immer auch das Sperrige, das Widerständige. Ein echter Freund sagt einem auch einmal unangenehme Dinge. Eine echte Kundenbeziehung hält auch Kritik aus, weil sie über das bloße Verkaufen von Produkten und Services hinausgeht. Verkäufer und Kunde sind einander verbunden, sie haben einander etwas zu sagen.

Ein Fake hingegen steht nicht zu sich selbst. Er passt sich an andere an, er schmeichelt sich ein, er täuscht etwas vor, was er nicht ist. Ein Fake ist in seinem Innersten unwahr; genau deshalb ist er eben nicht echt.

Echte Kunden haben echte Bedürfnisse und echte Probleme, für die sie Lösungen suchen.

Einem Fake-Produkt kann man deshalb ebenso wenig trauen wie einer Fake-Nachricht oder einer Fake-Beziehung, die Nähe vortäuscht, wo in Wahrheit keine ist.

Echte Kunden haben echte Bedürfnisse, echte Probleme, für die sie Lösungen suchen. Und es sind echte Menschen mit Emotionen, Stimmungen und Sorgen. Echte Verkäufer gehen auf ihre Kunden ein, sie hören erst einmal zu, bevor sie selber reden. Und wenn sie reden, dann stehen sie zu dem, was sie sagen. Sie halten ihre Versprechen – und sie versprechen nichts, was sie nicht halten können. Ein echter Verkäufer ist nicht austauschbar. Er ist kein Fake, kein Verkaufsroboter mit aufgesetztem Lächeln, der Kundengespräche nach dem immer gleichen Algorithmus abwickelt. Ein echter Verkäufer ist ein unverwechselbares Original – eben ein echter Mensch mit seinen Werten, seinen Erfahrungen und seiner Geschichte.

Der Wert des Echten zeigt sich gerade in der digitalen Welt, in der Produkte und Beziehungen immer abstrakter und austauschbarer werden. Hier macht das Echte den Unterschied. Das Echte hat einen Namen, eine Herkunft, eine Individualität. Aus diesem Grund können wir zu ihm eine tragfähige Beziehung aufbauen, zum Unechten, zum Fake jedoch nicht.

Was das Echte vom Unechten unterscheidet, das ist seine Einzigartigkeit, seine Originalität. Es ist untrennbar verbunden mit Menschen und Ideen, die seinen besonderen Charakter bestimmen. Was das Echte am Ende wirklich ausmacht, das sind die unverwechselbaren, die echten Menschen, die dahinterstehen.

ZUR ÜBERSICHT ECHT. DIE THEMEN
Würth-Gruppe © Adolf Würth GmbH & Co. KG